Am 3. August 1857 fand die Einweihung der Kleinkindschule am Kirchberg statt. Sie bestand aus einem großen Raum. Großen Anteil an diesem Bau hatte
Pfarrer Dr. Härtel, der die Gemeindemitglieder dafür gewann und sich mit Unterstützung der oberen Behörden gegen den Widerstand örtlicher Kräfte durchsetzte.
Diese "freiheitliche Entwicklung" war in Preußen verboten.
Die Kosten für die "Kleinkindschule" wurden aus den Legatenzinsen von hiesigen Bürgern und der Landesherrschaft bestritten.
Die neue Kinderbewahrungsanstallt erfreute sich bald größter Beliebtheit.
Die Öffnungszeiten lagen in der arbeitsreichen Zeit der Bäuerinnen in der Regel vom 01.05. - 01.11. eines jeden Jahres. Im Jahre 1907 ließ die Gemeinde eine Schwesternwohnung anbauen. Die Gemeindeschwestern übten gemeinsam mit der "Kinderwärterin" die Aufsicht und Fürsorge über die Kinder aus.
1919 war die Einrichtung im Sommer von 7.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. In den 30-er Jahren übernahm der Staat die Kosten für den Kindergarten, die Öffnungszeiten verlängerten sich und die Kindergärtnerinnen erhielten eine staatliche Ausbildung.
Nach 1945 war der Kindergarten ganzjährig und ganztägig von Montag bis Freitag geöffnet.
Bis heute wurde die Einrichtung mehrmals erweitert und ständig modernisiert, sodass heute bis zu
60 Kinder im Alter von 4 Monaten bis zu 6/7 Jahre aufgenommen werden können.